Fernüberwachung in Echtzeit beschleunigt Fahrzeugentwicklung und Zertifizierung

Engineer assessing battery mechanical impact and shock through sled pulse data at Millbrook
  • Echtzeitfernüberwachung an seinen Standorten hielt Millbrooks Typfreigabe und Entwicklungsprogramme während der Pandemie am Laufen
  • Schnelle Anpassung gewährleistete die Aktualität der Programme, oft in nur wenigen Tagen nach Ankündigung eines Lockdowns

Millbrooks Fernüberwachung in Echtzeit ermöglicht mit der Typfreigabe beschäftigten Ingenieuren und Kunden, Tests zu beobachten und ihre Aufgaben zu erfüllen, ohne physisch an den Standorten anwesend sein zu müssen. Dadurch konnte die Einhaltung von Entwicklungs- und Zertifizierungszeitplänen trotz Reisebeschränkungen sichergestellt werden. Ebenso demonstriert dies praktisch die Tragfähigkeit dieser Technologien für eine effizientere Nutzung von Zeit und Ressourcen in der Zukunft.

Testprogramme für die Typfreigabe können manchmal einen halben Tag dauern, sich aber auch über mehrere Monate erstrecken. So umfassten einige der kürzeren Programme in Millbrook in den letzten Wochen Typfreigaben für Reifen, Lärm und Crashversuche, während die komplexeren Emissionszertifizierungen für Hybridfahrzeugtechnologie beinhalteten. Diese durch die aktuelle Pandemie hindurch bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Sicherheit zu erreichen, hat von allen Beteiligten Flexibilität und Entschlossenheit erfordert.

So mussten Millbrooks Testingenieure neue Arbeitsweisen finden, um weiterhin ihre Kunden unterstützen zu können. Auf diese Weise demonstrierten sie ein Maß an Autonomie, das es Testteams ermöglicht, weiter arbeiten zu können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Kunden bei den von Millbrook durchgeführten Tests nicht unbedingt einen Großteil ihrer eigenen internen Ressourcen für die Durchführung komplexer Zertifizierungsprogramme aufwenden müssen.

Die hierfür notwendige schnelle Anpassung, in vielen Fällen schon innerhalb weniger Tage nach der Ankündigung eines Lockdowns, stellte eine große Herausforderung dar. Die Testteams von Millbrook stellen sicher, dass Kunden und Genehmigungsbehörden genau das sehen können, was sie während eines Tests sehen müssen – so lässt sich zwischen Live-Übertragungen von mehreren statischen und mobilen Kameras und Bildschirmen hin- und herschalten. Des Weiteren wurden neue Betriebsprotokolle entwickelt, um die Vertraulichkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten. Diese Remote-Sitzungen werden im Voraus geplant, ohne dass die Ingenieure des Kunden und der Zulassungsbehörde permanent vor Ort sein mussten und ebenfalls ohne die Notwendigkeit, sich mit dadurch erforderlichen Mikro-Deadlines herumschlagen zu müssen.

„Wir haben schon lange vor dem Ausbruch der Pandemie Echtzeit-Ferntechnologien für Tests zur Motordemontage und -bewertung eingesetzt, so dass die Kunden hochauflösende Nahaufnahmen der Komponenten sehen und gleichzeitig mit dem Testingenieur sprechen konnten. Diese sehr wertvolle Erfahrung hat uns einen deutlichen Vorsprung verschafft". Simon Flood, Antriebsingenieur bei Millbrook

Millbrooks Fähigkeit zur schnellen Anpassung und zur Einführung geeigneter Verfahren hat für eine termingerechte Fahrzeugfreigabe und Produktion geführt, in einigen Fällen wie geplant Monate vor der Pandemie. Die neuen Arbeitsweisen können auch in Zukunft fortgesetzt werden und allen Beteiligten in Form von verbesserter Effizienz, geringeren Reisekosten und geringerer Umweltbelastung vielfältige Vorteile bringen. Kunden können an Zertifizierungs- und Entwicklungstestprogrammen beteiligt werden, mit Testingenieuren interagieren und täglich Daten in Echtzeit erhalten, ohne physisch vor Ort anwesend zu sein, was viele positive Auswirkungen zur Folge hat.

Vehicle Data Real Time Millbrook Proving Ground

Battery durability testing chambers at Millbrook

Vehicle crash test facility at Millbrook for car safety testing

Electric vehicle cold weather test in an indoor winter test facility at Test World in Ivalo, Finland

„Die vom Millbrook Proving Ground organisierte Video-Beobachtung war für alle beteiligten Parteien effizient. Auch neue Kamerawinkel und Nahaufnahmen konnten, wo es möglich war, erfüllt werden. Alle Daten und Berichte wurden innerhalb eines Tages via Cloud ausgetauscht. Die Datenqualität der Videos und Bilder der gemeinsam genutzten Daten war ausgezeichnet“. Tobe Kehrwieder, Batteriesystem-Ingenieur, e.Go Moove GmbH